Riester 2013: Weniger Riesterverträge im Jahr 2013

22.07.2013

Riestern - dieses Wort war bis 2012 mit einem ständigen Zuwachs an neuen Verträgen für die private Altersvorsorge verbunden. Im Jahr 2013 hat sich dieses Blatt jedoch gewendet. So wurden im März 2013 etwa 27.000 weniger Verträge abgeschlossen als zum Jahresende 2012. Das erste Jahresquartal 2013 brachte über 15 Millionen Riester Verträge. Insbesondere die Fondssparpläne und Versicherungspolicen mussten Einbußen verkraften. Beim sogenannten Wohnriestern stieg die Vertragsanzahl im Gegenzug um 40.000 Vertragsabschlüsse. Doch wie kommt diese Entwicklung in der Riester Vorsorge zustande?

Fehlendes Vertrauen oder fehlende Wirtschaftskraft?

Während einige Experten die Wirtschaftskrise als Hauptgrund für den Rückgang der Riester Verträge sehen und andere einen Vertrauensverlust bei den Deutschen in die Riesterrente beobachten, sieht ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums den Eintritt einer Marktsättigung als grundsätzliche Ursache für die aktuellen Riesterzahlen. Diese Annahme teilen auch viele Versicherungsmakler, die in ihren Abschlüssen 2013 einen deutlichen Rückgang sowohl bei Riester- als auch nicht geförderten, klassischen Lebensversicherungen feststellen.

Umfragen stützen jedoch auch die These des schwindenden Vertrauens in die Riester Förderung. Bereits 2011 erfuhr die Riesterrente einen starken Vertrauensbruch als zu Unrecht gewährte Zulagen aus den Jahren 2005 bis 2007 zurückgebucht werden sollten. Eine kritische Medienberichterstattung trug in den letzten Jahren zusätzlich zum Vertrauensverlust bei und veranlasste, dass rund 20 Prozent der Riester Sparer ihre Verträge kündigten bzw. die jeweiligen Beiträge deutlich minimierten. Besonders die folgenden Kritikpunkte gelten dafür als wichtige Ursache:

  • Das Riester Vermögen ist nicht uneingeschränkt vererbbar. Gehören die Ehepartner oder Kinder nicht zu den Erben, müssen die staatlichen Zulagen und Steuervorteile wieder zurück gezahlt werden.
  • Geringverdiener profitieren kaum vom Riester Sparen.
  • Die Riesterrente kann im Gegensatz zu anderen Formen einer Lebens- bzw. Rentenversicherung nicht als Gesamtbetrag ausgezahlt werden.
  • Bei längeren beruflichen Aufenthalten im Ausland besteht die Gefahr, dass die Riester Förderung verloren geht.

Ebenfalls ist die Absicherungsfunktion hinsichtlich der 2001 durchgeführten Abstriche bei der deutschen Rentenversicherung umstritten. Ein Umstand, der viele Deutsche zu Riester Alternativen hinsichtlich der eigenen Altersvorsorge greifen lässt. Zu diesen zählen unter anderem die folgenden Finanz- und Vorsorgekonzepte, die sich hinsichtlich ihrer Gestaltung oftmals wesentlich flexibler und teilweise gewinnbringender zeigen:

  • Rentenfonds-Sparen,
  • Kapitallebensversicherungen sowie
  • Festgeldkonten.

Wie bei den Riesterverträgen ist es allerdings auch bei diesen Formen der Altersvorsorge wichtig, sich ausführlich über das Kleingedruckte zu informieren und die verschiedenen Angebote gegebenenfalls mit Expertenhilfe miteinander zu vergleichen.

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